Die Cliffs of Moher liegen etwas über eine Stunde südlich von Galway entfernt und gehören zu den höchsten Steilküsten Europas. Die Klippen fallen bis zu 215 Meter senkrecht zum Wasser ab, und erstrecken sich die gesamten acht Kilometer von Doolin im Norden bis nach Liscannor im Süden. Etwa in der Mitte liegt der O'Brien's Tower, ein Wachturm, der 1835 von Sir Cornelius O'Brien in Auftrag gegeben wurde. Der Turm war geplant als Wachturm, um die Touristenströme überblicken zu können, die im Laufe der Zeit vermehrt aufkamen. O'Brien war der Überzeugung, dass die Touristen der Gegend wirtschaftlich enorm helfen würden, verschönerte er doch viele Dinge um diese regionale Sehenswürdigkeit. Man sagt in der Gegend, er hätte dort alles gebaut, außer den Klippen selbst. Besucht man den Aussichtsturm heute bei gutem Wetter, kann man die Bucht von Galway überblicken, und vielleicht sogar die Aran-Inseln entdecken.
Die Aran Inselgruppe liegt in der Bucht von Galway und besteht aus drei Inseln: Inishmore, Inishmaan und Insheer. Zu erreichen sind sie per Fähre von Galway und Rossaveal in etwa einer Stunde. In Kürze wird zur Fährenflotte auch ein Hochgeschwindigkeits-Katamaran gehören. Die Überfahrt kostet für Erwachsene 25€, man kann auf der größten der Inseln, die das ganze Jahr angefahren wird, die unbekannten aber doch sehr eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten besuchen.
Das Dun Aengus ist ein altes Steinfort, das vermutlich aus der Zeit 1000 v. Chr. stammt. Seine damalige Bedeutung ist bis heute umstritten, es wird vermutet, dass es nicht als Festungsanlage, sondern als Theater oder Zeremonienort genutzt wurde. Seine Gesamtheit ist schwer zu überblicken, auf den ersten Blick wirkt es wie eine Steinmauer mit Eingang. Der halbkreisförmige Bau liegt direkt an den Klippen, die Aussicht ist atemberaubend. Der Besucher erblickt die unglaublichen Weiten des Ozeans, hinter dem, etwa 4900 Kilometer im Westen entfernt, die Küste von Amerika das erste feste Land ist. Dun Aengus gilt als das "umwerfendste barbarische Monument Europas."
Ein weiterer Höhepunkt der Inselerkundung wären die "Seven churches". Eigentlich sind es die Ruinen von nur zwei Kirchen (St. Brecan und die "Church of the Hollow"), die restlichen Gebäude waren Unterkünfte für Mönche. Die Geschichte der Ruinen ist nur bekannt durch ein Gedicht aus dem 15. Jahrhundert, das besagt, das der heilige Enda im 5. Jahrhundert in einem Steinboot von Connemara bis Inishmore gepaddelt sei, und die dortigen Bewohner zum Christentum bekehrt habe. Er gründete das Kloster und verbrachte ein strenges klösterliches leben auf der Insel, das geprägt war von Askese, Gebet, Gelehrsamkeit und Kasteiung.
Laut einer Legende liegen auf der gesamten Insel über 120 Heilige (laut Grabstein auch der heilige Brecan) begraben, die große Zahl der Kirchenruinen auf der kleinen Insel scheinen das auch zu beweisen.