Kultur

 

Druid Theatre

Das Druid Theater in Galway wurde 1975 gegründet und ist außerhalb Dublins die erste professionelle Theater-Gesellschaft Irlands. Seit dieser Zeit gehört es zur Spitze der irischen Theater-Kultur, seine lokalen Touren weiteten sich aus, so dass das Ensemble schon in England, Australien, den USA und Japan aufgetreten ist. In den Hallen des Theaters werden sowohl klassische, wie auch moderne Stücke aufgeführt, ein Hauptaugenmerk wird auf irische Literatur gelegt, außerdem haben schon berühmte irische Schriftsteller und Autoren an den Aufführungen mitgewirkt.

Adresse: Flood Street, Galway

 

Kenny's Art Gallery

Diese Galerie in Galway wird von zwei Brüdern geführt, mittlerweile schon in der dritten Generation. Namhafte Künstler, sowie kleine Meisterwerke aus der Region, aus Amerika und Europa werden hier in liebevollen Ausstellungen präsentiert. Kunstwerke von George Campell, Andy Warhol und Salvador Dali hingen schon in diesen Hallen.

 

Galway City Museum

Das Galway City Museum ist ein volksgeschichtliches Museum, das die Historie der Stadt und der früheren Bewohner mit ihren Angewohnheiten und Traditionen erklärt. Außerdem sind viele verschiedene Antiquitäten ausgestellt, die die Entwicklung von Landwirtschaft und Handwerk im Laufe der Zeit veranschaulichen. Alte Maschinen, sogar militärisches Material ist dort zu sehen, teilweise sogar Ausstellungsstücke aus dem Mittelalter.

 

Nora Barnacle Museum

Dieses Museum ist ein sehr kleines, es ist auch nur im Sommer geöffnet, und ist eine einzige Hommage an den Schriftsteller James Joyce.

 

 

Geschichte

 

Die Geschichte Galways reicht weit zurück, schon vor 5000 Jahren gab es Siedlungen in dieser Gegend. Viele keltische Anlagen, die heute noch Bestand haben oder wieder entdeckt wurden zeugen von dieser Zeit. Die Legende besagt, der der heutige Nationalheilige Irlands, St. Patrick 432 auf die Insel kam, und die Bevölkerung zum Christentum zu bekehren versuchte. Papst Palladius schickte aber schon vorher einen Bischof auf die Insel, was belegt, dass dort schon Christen wohnten. Mit der Ausweitung des Christentums in Irland wurden besonders in der Gegend um das heutige Galway viele Klöster gebaut, doch erst mit der Errichtung der Burg 1124 n. Chr. wuchs die Bevölkerung an und es entwickelte sich eine richtige Stadt.

 

14 Kaufmannsfamilien, die Stämme von Galway, lebten in der Gegend und machten Galway zu einem Stadt-Staat, der trotz vermehrter Angriffe der Iren weiterhin zu England hielt. Im 15. Jahrhundert verlor England den Einfluss auf die Stadt Galway, 1473 wütete ein Brand durch die Stadt und vernichte sie nahezu komplett. Sie wurde allerdings wieder aufgebaut und gelangte dank vermehrter Handelsbeziehungen mit Spanien und anderen westeuropäischen Ländern zu Reichtum und Bekanntheit.

 

Im 18. Jahrhundert war Galway eine katholische Hafenstadt, in die ab 1704 keine weiteren Katholiken außer Seefahrern und Tagelöhnern ziehen durften. Starb ein Katholik, wurde sein Land zu gleichen Teilen auf seine Söhne aufgeteilt. War der älteste Sohn konvertiert, durfte er den gesamten Besitz erben. Durch den so genannten "Propery Act" versuchte man, das Land der Katholiken aufzuteilen und somit ihre Macht zu schmälern.

Tatsächlich verringerte sich der Landbesitz römisch-katholischer Einwohner in einem Jahrhundert von 25% auf 5%. Die Einwohnerzahl spiegelte dies allerdings nicht wieder, von 15000 Einwohnern im Jahr 1762 waren nur 350 protestantisch.

 

´Mitte des 19. Jahrhundert musste die Region Galway einen starken Bevölkerungsrückgang hinnehmen. Dies war die Folge einer großen Hungersnot, die um 1840 im gesamten Land, in manchen Teilen mehr oder weniger, Leid brachte. Grund dafür war eine Kartoffelfäule, die das Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerung vernichtete, und so eine Million Menschen in den Tod oder in die Auswanderung trieb.

 

Heute ist Galway die bevölkerungsreichste Stadt des Westens von Irland und die jugendlichste Stadt der gesamten Insel.